Inhaltsverzeichnis |
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| Grundausbildung Einführung Ziel Struktur Kurs-Inhalte Anmeldebedingungen Anforderungen |
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Fortbildung |
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Moreno InstitutZielgruppeAusbildungsleitung Tätigkeits- und Trainingsfelder |
Für neue Informationen des Moreno Institutes Schweiz Anja
Puhlmann Natel: 078 - 899 64 22 |
Unterrichtsstunden der einzelnen Stufen |
Std. | ||
|---|---|---|---|
| Stufe | 1 | ||
| GRUNDAUSBILDUNG | |||
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Theorie & Methoden & Didaktik |
Selbsterfahrung |
360 | |
| Theorie & Methodik & Didaktik |
140 | ||
| Voraussetzung zur Prüfung: Abschlussarbeit |
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| Summe der benötigten Ausbildungsstunden | 500 | ||
| Stufe | 2 | ||
| LEITER/INNEN QUALIFIKATION | |||
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Selbständige Organisation, Supervision, Planung
und Durchführung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Supervisionstätigkeit |
Selbsterfahrung |
140 | |
| Selbständige Arbeit | 100 | ||
| Supervision | 200 | ||
| Soziometrie | 60 | ||
| Theorie & Methodik & Didaktik | 300 | ||
| Voraussetzung zur Prüfung: Abschlussarbeit |
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| Abschlussarbeit | 800 | ||
| Stufe | 3 | ||
| TRAINER/INNEN QUALIFIKATION: CERTIFIED PRACTITIONER C. P. | |||
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Selbständige Organisation und Leitung von Ausbildungs- und Lehrveranstaltungen als TrainerIn Supervision & Spezialseminare |
Selbsterfahrung |
500 | |
| Selbständige Arbeit | 700 | ||
| Supervision | 400 | ||
| Soziometrie | 60 | ||
| Theorie & Methodik & Didaktik | 440 | ||
| Voraussetzung zur Prüfung: schriftlicher Test |
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| 1 Unterrichtsstunde entspricht 45 Minuten | Enthalten sind die Stunden der Stufen 1 und 2. | 2100 | |
Trainingsprogramm
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Dr. J. L. Moreno auf der Beacon Bühne in New York. Moreno in einem Gespräch mit Sigmund Freud: " Du analysierst die Träume der Menschen. Ich möchte den Menschen den Mut geben, neue Träume zu träumen, damit auch ihre Visionen lebendig werden. " |
Die Methoden initiieren auf lebendige Art und Weise
Einsicht in vernetzte Lebens- und Sinnzusammenhänge und vermitteln
den Moment der Freiheit in der aktiven Gestaltung von Lebenssituationen
und im Bezogensein auf ein herausforderndes Umfeld. Es geht darum, sich
selbst mehr und mehr in Beziehung zu setzen zu den schöpferischen
und kreativen Aspekten des eigenen Lebens. Im Spiegel neuer Rollen und
Perspektiven erfahren die StudentInnen, wie sie diese Vielfalt der Qualitäten
und Rollen in neue Situationen einfließen lassen können, um
das Lebensskript aktiv, schöpferisch und selbstbestimmt mitzugestalten.
Es entsteht ein transparenter und innovativer Erkenntnis- und Lernprozess, der ins Berufsleben einfliesst und im lebendigen und gemeinsamen Raum der Gruppe stattfindet.
Das Ziel der Grundausbildung liegt neben der Selbsterfahrung in der theoretischen und zugleich praxisbezogenen Vermittlung von Fachkompetenzen und kreativen, didaktischen Prinzipien, um Erfahrungs- und Lernprozesse in den verschiedenen Berufs- und Bildungsfeldern differenziert und lebendig gestalten und durchführen zu können.
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Die Förderung des Einzelnen, die Erweiterung
des persönlichen Rollenrepertoires und die Reflexion, damit persönliche
Denkmuster und die eigene Lerngeschichte deutlich werden, basieren auf
den vielfältigen und bewährten Methoden und Techniken des Psychodramas,
der Gruppenpsychotherapie und der Soziometrie.
Die Aspekte der Methoden sollen in der aktiven Rolle als LeiterIn im jeweiligen
beruflichen Umfeld schöpferisch und reflektiert angewendet werden
können, um Veränderungs- und Entwicklungsprozesse zu fördern.
Der Aufbau eines persönlichen Netzwerkes während der Ausbildung ist wichtig, damit einzelne Veranstaltungen schon in der Grundausbildung projektorientiert gemeinsam geplant und realisiert werden können.
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Um den Transfer zum eigenen Berufsleben zu gewährleisten,
werden die auftauchenden Fragestellungen aus der Praxis der TeilnehmerInnen
in den Lernprozess einbezogen und in Beziehung gesetzt zu spezifischen
Handlungsstrategien. Im Sinne des Modellcharakters werden diese Themen
in der Trainingsgruppe konkret bearbeitet.
Die StudentInnen erhalten zusätzlich im Laufe der Seminare Einsicht in den immer wichtiger werdenden Handlungsspielraum soziometrischen Arbeitens. Es wird systematisch ein breites Repertoire entwickelt, um die StudentInnen auf die Dynamik und den professionellen Umgang mit komplexen Gruppenprozessen gezielt vorzubereiten.
Die Ausbildung findet in einer kontinuierlich bestehenden
Gruppe in Form von Seminaren, individuellen Beratungen, Gruppentrainings,
Supervisionen, Fallstudien und Vorlesungen berufsbegleitend statt.
Das Programm besteht aus zwei Hauptkomponenten:
1. Selbsterfahrung und aktives Training der Methoden
in der Gruppe
(total 360 Stunden; siehe A/B/C/F/H/J)
2. Theorie, Methodik und Didaktik
(total 140 Stunden; siehe B/C/D/E/G/H/I/J/K)
Die Grundausbildung dauert 1 1/2 Jahre. Sie ist berufsbegleitend,
bezieht die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen praxisorientiert mit
ein und fördert die Selbständigkeit. Die Ausbildung deckt folgende
Themen ab:
| Selbsterfahrung und aktives Training der Methoden in der Gruppe | ||
| Theorie, Methodik und Didaktik | ||
| Selbsterfahrung und aktives Leitungstraining | ||
| Interview-
und Aufwärmtechniken Kommunikationstraining |
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| Psychodramatische und gruppendynamische Methoden Didaktik | ||
| Soziometrische Methodik und Teambildung | ||
| Wissenschaftstheorie in Verbindung mit psychodramatischer Methodik und Rollentheorie | ||
| Soziodrama und Forumtheater | ||
| Theatergeschichte und direktive Methoden | ||
| Das Konzept der Surplus Realität | ||
| Supervisionstechniken und Konfliktmanagement | ||
| Traumarbeit und Imagination | ||
| Diagnostik | ||
Bedeutsam ist die kontinuierliche Teilnahme an einer
konstanten Ausbildungs- und Trainingsgruppe. Hier werden die vielfältigen
Methoden vermittelt und angewendet. Das Ausdruckstraining, die Verbindung
mit künstlerischen Elementen und die Poesie im Hinblick auf die bilderschaffende
Sprachgestaltung als Medien stehen im Fokus. Auch die Verwendung dynamischer
Rollenmethoden gehört zu den Teilaspekten des Trainings, um das Erfahrungsspektrum
der TeilnehmerInnen durch eine inspirierende Methodenvielfalt zu erweitern.
Neben der Einsicht in die soziometrischen und in die dynamischen Prozesse
der Gruppe ist der Aufbau eines vertiefenden Verständnisses der eigenen
Persönlichkeit und der Formen, sich in einer Gruppe in Beziehung
zu dem jeweiligen Umfeld auszudrücken, wichtig. Neue Verhaltensformen
werden trainiert, um die sich schnell wandelnden Umweltanforderungen im
Perspektivenwechsel neuer Rollen adäquat und situationsbezogen meistern
zu können.
Moreno in einem Gespräch mit Sigmund Freud:
«Du analysierst die Träume der Menschen. Ich möchte den
Menschen den Mut geben, neue Träume zu träumen, um auch ihre
Visionen lebendig werden zu lassen ... « Zitat von J.L. Moreno in
Psychodrama Volume 1, Beacon, New York: Beacon House 1964 über die
Begegnung mit Sigmund Freud.
Die verschiedenen Formen von Interviews, diagnostischen und aufwärmenden Techniken werden gemeinsam erarbeitet. Diese richten sich sowohl an die Gruppe als auch an das Individuum. Die Ebenen der zwischenmenschlichen Kommunikation werden untersucht und in Verbindung zu gängigen Modellen gesetzt, um an Hand praktischer Übungen und Beispiele die soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit und die Ausdrucks- und Stimmkraft zu fördern.

Die StudentInnen werden allmählich mit der Anwendung
von 15 zentralen psychodramatischen Grundtechniken vertraut gemacht. Es
werdenKenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die für die Planung,
Durchführung und Auswertung von Trainingsveranstaltungen von Bedeutung
sind, um individuelle Lern- und Entwicklungsprozesse zu fördern,
damit Lehr- und Lernprozesse abwechslungssreich gestaltet werden können.
Anhand eigener gruppendynamischer Erfahrungen sind die TeilnehmerInnen
in der Lage, Gruppenprozesse wahrzunehmen, zu moderieren und in gruppendynamische
Konzepte einzuordnen.
Die StudentInnen erwerben Kenntnis bezüglich der Soziometrie einer Gruppe. Soziometrie ist die Wissenschaft der Messung von zwischenmenschlichen Beziehungen. Soziometrische Tests und Soziogramme werden selbst durchgeführt. Ziel ist der Einblick in die Struktur sozialer Gruppen und die Sensibilisierung für die Abläufe und die Dynamik des Gruppen- und Teamgeschehens im jeweiligen Kontext. Diese Methoden werden heute vermehrt in Gruppen, Klassenverbänden und im Management für Teambildungsprozesse erfolgreich eingesetzt und sind ein wertvolles Instrument für die Arbeit mit Gruppen.
| Beispiel einer soziometrischen Struktur aus dem Alltag. |
1. J. L. Moreno's Theorie der Rolle, Spontaneität
und Kreativität
2. G. H. Mead's Sozial-Behaviorismus
3. Die Aufmerksamkeit wird hier der psychoanalytischen Theorie
von Jung, Freud und Reich gewidmet.
Im Verlauf der Ausbildung erfahren die StudentInnen
eine weitere Form des Aktionstrainings. Es basiert auf den Assoziationen
der Gruppenmitglieder. Eine Synthese entsteht durch die assoziative Arbeit
in der Gruppe und durch das spontane Theater. Widerstände und Konflikte
bekommen eine Form und werden in einem Soziodrama konkretisiert und gespiegelt.
Die Methoden des Forumtheaters nach Augusto Boal, welche heute vermehrt
im Management und in Schulen zur Konfliktbearbeitung und Prävention
verwendet werden, bilden einen weiteren Schwerpunkt in diesem Trainingsteil.
Die StudentInnen lernen verschiedene Formen des traditionellen
Theaters, ihre Geschichte und ihre Beziehung zum Psychodrama kennen. Mit
diesem Wissen werden praktische Übungen durchgeführt, mit deren
Hilfe direktive Methoden angewendet werden können. Die Katharsis,
ein Konzept von Aristoteles, bezieht sich auf das griechische Theater
und meint den reinigenden Effekt der gespiegelten Handlung auf die ZuschauerInnen.
Dr. J. L. Moreno erweiterte diese Sicht mit der Überzeugung,
daß nicht nur die ZuschauerInnen, sondern auch die MitspielerInnen
durch die Aktion von seinem reinigenden Effekt berührt werden. Menschliche
Konflikte sind - grundsätzlich betrachtet - universell und seit undenklichen
Zeiten bekannt. In der griechischen Mythologie werden diese Konflikte
personifiziert durch die Götter und in ihren Begegnungen untereinander,
mit Halbgöttern und Menschen. Die StudentInnen werden in diese antike
Ideenwelt eingeführt.
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Das Theater Oben im Zuschauerraum der einstige
Tempel der |
Das Konzept der Surplus Realität bildet einen
zentralen Punkt. Der Mensch erfährt sich selbst als Schöpfer
von Realität und begegnet einem faszinierenden Teil seines persönlichen
Potentials. Die Polaritäten des Lebens - wie Licht und Schatten,
Vergangenheit und Zukunft - werden in der Surplus Realität - ähnlich
der Welt eines Traumes - aufgehoben. Die Fähigkeit, das Konzept der
Surplus Realität verstehen und anwenden zu können, bildet einen
zusätzlichen Schwerpunkt der Ausbildung.
Während der Periode des Aktionstrainings werden
die StudentInnen mit dem Ablauf der Prozessphase einer Gruppe vertraut
gemacht. Gut definierte Phänomene wie Übertragung, Gegenübertragung
und Tele werden näher untersucht. Die Erfahrungen im Aktionsprozess
ebnen den Weg für die zukünftige Rolle als LeiterIn oder SupervisorIn
einer Einzelperson, einer Gruppe oder eines Teams. Spezifische Möglichkeiten
der Konfliktbewältigung werden vermittelt. Die Integration didaktischer
und diagnostischer Techniken ist Teil der Ausbildung. Neben Vorlesungen,
Übungen, dynamischen Rollenspielen und der Arbeit an Fallbeispielen
steht die Praxisberatung als modellhafte Form des experimentellen Lernens
in der Gruppe im Fokus.
Die StudentInnen lernen die aktiv gestaltenden Methoden des Traumpsychodramas näher kennen. Der Standpunkt der orthodoxen morenianischen Richtung wird in Beziehung gesetzt zu der surrealistischen Kunst. Die kreative Imagination ist eine Methode, welche den Traumbildern ein eigenes Leben gibt. Es wurde im Sufismus verwendet und hat viele Schulen in der Traumarbeit aktiv beeinflusst.
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«Der Lebensraum der Wirklichkeit ist oft einengend und beengend, ... der Bühnenraum ist daher eine Erweiterung des Lebens über das wirkliche Leben hinaus...» Dr. J. L. Moreno 1973 |
Kenntnisse der Persönlichkeitsentwicklung eines
analytischen und eines soziometrischen Referenzrahmens werden entwickelt,
um mit diesem Wissen die Stärkung des Einzelnen mit seinen Ressourcen
in der Gruppe durch die adäquate Verwendung der Methoden gezielt
fördern zu können.
Alle Berufsgruppen sind im Institut vertreten. Die
Ausbildung ist offen für interessierte Fachkräfte, mit Berufserfahrung
die in neue Tätigkeitsfelder vordringen möchten. LehrerInnen,
PsychologInnen, RechtsanwältInnen, JournalistInnen, Geschäftsleute,
Krankenschwestern, KünstlerInnen, TheologInnen etc.
Angesprochen sind alle diejenigen die beraten, trainieren, ausbilden,
coachen, Prozesse supervidieren und evaluieren wollen, und alle diejenigen,
die Menschen mit professionellen und innovativen Methoden vermehrt begleiten
wollen.

Die Voraussetzung für die Anmeldung und Zulassung
für die Ausbildung ist die Teilnahme an einem Einführungs- und
Auswahlseminar. Im Rahmen einführender Veranstaltungen haben die
InteressentInnen die Möglichkeit, sich mit dem Ausbildungslehrgang
umfassend und praxisnah auseinanderzusetzen.
Mit der schriftlichen Anmeldung ist eine ausführliche
und persönliche Begründung der persönlichen Motivation
für die Anmeldung zur Ausbildung beizufügen. Die AusbildungsinteressentInnen
erhalten eine Bestätigung ihrer Anmeldung und erfahren im Anschluß
daran, ob sie in die Ausbildungsgruppe des Institutes aufgenommen werden
können.
Trainingsprogramm
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Soziometrische Verfahrensweisen untersuchen die grundlegenden Strukturen innerhalb einer Gruppe oder eines Teams, indem sie die Affinitäten, Anziehungen und Abstoßungen aufdecken, die zwischen Personen und zwischen Personen und Dingen wirksam sind. Die StudentInnen erhalten Wissen und praktische Erfahrungen in Moreno's Konzept der Soziometrie und seinem Grundkonzept: tele. Das soziometrische Testmaterial wird aus der therapeutischen und aus der theoretischen Perspektive untersucht. Die StudentInnen erhalten Einblick in Gruppenstrukturen: sie lernen ihre diagnostische Relevanz und erfahren, wie man mit diesen Strukturen arbeiten kann, um mit auftauchenden Konflikten flexibel umzugehen. Gleichzeitig lernen sie, als eine wesentliche Voraussetzung für Veränderungs- und Lernprozesse Methoden, mit denen der stützende Zusammenhalt einer Gruppe gefördert werden kann.
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Soziometrisches Diagramm Spiegel der gemeinsamen Wahlen in einer Gruppe. |
Die Struktur menschlicher Gruppen ist komplex und
dynamisch. Die StudentInnen erfahren die Bedeutung der Rolle des Soziodramas
innerhalb soziometrischer Prozesse und seine Anwendung in Theorie und
Praxis. Diese Techniken werden heute in der aktiven Gestaltung von Gruppenprozessen
vermehrt eingesetzt.
Die StudentInnen werden in griechischem Drama und
in den führenden Schulen des modernen Theaters unterrichtet. Zudem
werden sie vertraut mit spezifischen und neuen Trainingsmethoden, die
bei der Leitung verwendet werden können, auch um die eigene Präsenz
und Ausdruckskraft zu stärken.
Die StudentInnen erhalten Einblick in die Geschichte
der Tiefenpsychologie und ihre Bedeutung für andere Psychotherapien.
Primär werden die StudentInnen in der Dynamik der Projektionen als
ein Basisinstrument der tiefenpsychologischen Behandlung unterrichtet
und sind vermehrt in der Lage, den praktischen Bezug zu Moreno's Tele
Konzept herzustellen.
Die StudentInnen lernen, ein Traumpsychodrama vollständig zu leiten, um sich in der imaginalen Wirklichkeit des Traumes frei bewegen zu können. Der französische Religionsforscher Henry Corbin widmete in diesem Zusammenhang dem Sufismus seine besondere Aufmerksamkeit. Die imaginalen Figuren haben im Sufismus eine Existenz in sich, ein eigenes Leben und sie schaffen eine eigene und zeitlose Wirklichkeit. Dieses Gedankengut steht im Gegensatz zu den Anschauungsformen, in denen die Träume mehr aus der Perspektive des Projektionsphänomens her untersucht werden.
| « ...
Psychodrama ist der Versuch, die Dualität zwischen Phantasie
und Wirklichkeit aufzuheben, um die ursprüngliche Einheit wieder
herzustellen ... » Dr. J. L. Moreno, Psychodrama, Volume 1, 3. Edition. Beacon, New York: Beacon House 1964. |
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Den StudentInnen wird Wissen über die Persönlichkeitsentwicklung
aus soziometrischer Perspektive vermittlet. Sie lernen, wie das dynamische
Rollenspiel als diagnostisches Instrument verwendet wird, um die Veränderungs-
und Entwicklungsmöglichkeiten bei Einzelnen in der Gruppe differenziert
wahrzunehmen und bewusst zu fördern.
Die StudentInnen werden eingeführt in die Studien
der Neurosen und ihrer Behandlung. Es wird aufgezeigt, wie sich diese
Zustände auch soziometrisch in Gruppenprozessen widerspiegeln.
In Anlehnung an die themenspezifischen Vorlesungen
wird die Hauptgruppe des Seminars unterteilt in kleinere Gruppen, damit
die verschiedenen Interventionsstrategien und Techniken unter Supervision
gezielt eingeübt werden können. Das eigene Leitungsprofil soll
gestärkt werden.
Die StudentInnen erhalten eine Einführung in
die archetypische Psychologie; dies in seiner Beziehung zu C. G. Jungs
analytischer Psychologie und Psychodrama. Das Verständnis des persönlichen
und des kollektiven Unbewußten, als auch die Archetypen des Schattens,
der Anima und des Animus sind wichtige Themen in diesem Bereich.
Die StudentInnen lernen die Bedeutung der Surplus
Realität in seiner Tiefendimension der psychodramatischen Methode
näher kennen. Gleichzeitig werden sie mit dem wichtigsten surrealistischen
Gedankengut, seiner Geschichte und den damit verbundenen Maltechniken
vertraut gemacht, um vermehrt auch kreative Elemente gezielt verwenden
zu können.
Die Art der Beziehungen und die Wechselwirkung der Interaktionen zwischen der Gruppe und den LeiterInnen stehen im Fokus der Betrachtung. Die StudentInnen sollen zwischen der eigenen Psychodynamik und der Dynamik der Gruppe unterscheiden können. Im Hinblick auf ein therapeutisches Setting erhalten die StudentInnen Wissen über die eigene Rolle als KatalysatorInnen für Entwicklungsprozesse. Die eigene Rolle als aktive Therapeutin, als aktiver Therapeut wird näher untersucht. In diesem Zusammenhang lernen die StudentInnen ebenfalls die ethischen Richtlinien, die von Dr. J. L. Moreno aufgestellt wurden.
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«Gruppenpsychotherapie ist eine Methode, welche
die selbst regulierenden Mechanismen einer natürlichen Gruppe schützt,
bewahrt und stimuliert und zwar durch die Funktion und Rolle von einer
Person als therapeutischer Agent der anderen Person.»
Zitat von Dr. J. L. Moreno in «The first book of Group Psychotherapy»
, 1. Edition, Beacon, New York: Beacon 1932.
Die StudentInnen werden über die Bedeutung psychosomatischer
Rollen unterrichtet: die Körpersprache steht im Fokus und wird in
ihrer Bedeutung durch Beobachtungen und Übungen näher betrachtet.
Die StudentInnen sollen eine eigene Trainingsgruppe
über einen Zeitrahmen von mindestens 100 Stunden selbständig
durchführen. Gruppendynamische Prinzipien sollen zur Anwendung kommen,
damit ich das Potential der Gruppe entfalten kann. Diese Gruppe wird der
Fokus der durchzuführenden Supervision sein.
Die StudentInnen müssen an mindestens sechs
Supervisionsseminaren teilnehmen. Didaktische Prinzipien werden vermittelt
und umgesetzt. Hier erhalten die StudentInnen im Gruppen- und im Einzelsetting
Supervision im Hinblick auf die Leitungsfunktion in eigenen Gruppen. Die
konkrete Form der Planung und Durchführung der durchgeführten
Veranstaltungen und der Trainingsseminare wird evaluiert.
StudentInnen können eine Ausbildung auf der
AssistentInnenebene, LeiterInnenebene oder RegisseurInnenebene beginnen:
um ein Zertifikat zu erhalten, müssen die StudentInnen mindestens
500 Stunden am Schwedischen Moreno Institut absolviert haben. Für
ein Zertifikat als Psychodrama Leader oder Psychodrama Director müssen
mehr als die Hälfte der notwendigen Studienstunden kontinuierlich
am Moreno Institut durchgeführt worden sein. Wichtig ist die Konstanz
und Kontinuität in der Gruppe.
Theoretische Tests und praktische Prüfungen
werden im Laufe der Seminare durchgeführt. Voraussetzung für
die Zulassung zu der einmal jährlich stattfindenden Abschlussprüfung
ist der vollständige Besuch aller Ausbildungs- und Supervisionseinheiten.
Für die Abschlußprüfung wird eine
schriftliche Arbeit von ca. 25 - 30 Din A 4 Seiten zu einem spezifischen
Thema gefordert. Diese Arbeit sollte dokumentieren können, daß
die StudentInnen die Prinzipien der Gruppendynamik, des Psychodramas,
der Gruppenpsychotherapie und der Soziometrie reflektiert und verstanden
haben und diese Inhalte in ihren Berufsalltag einfliessen lassen können.
Zusätzlich wird die Durchführung einer
drei stündigen on-site-Sitzung gefordert. Im Rahmen einer öffentlichen
Veranstaltung und im Beisein der PrüferInnen sollen die StudentInnen
ihre Abschlußarbeit präsentieren und vermitteln, und einen
Workshop selbständig leiten. Das von ihnen durchgeführte Seminar
soll sinnvoll strukturiert und moderiert werden. Die einzelnen TeilnehmerInnen
und die ganze Gruppe sollen in einem geleiteten Lern- und Erfahrungsprozess
gezielt unterstützt, begleitet und gefördert werden.
Die Ausbildungsrichtlinien entsprechen dem Nordic Board of Examiners, dem American Board of Examiners in Psychodrama, Sociometry and Group Psychotherapy und dem Australian Board of Examiners.
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Anträge zur Ausbildung für das Trainingsprogramm bitte senden an: Moreno-Institut Schweiz Anja Puhlmann Natel: 078 - 899 64 22. E -mail: Puhlmann@Moreno-Institut.ch
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Das Weiterbildungsangebot im Rahmen der Supervision
ist ein wesentlicher Bestandteil der Beratung und Fortbildung des Moreno
Institutes und dient der Erweiterung der beruflichen Kompetenz. Dem Bereich
der Einzel- und Gruppensupervision sind heute zahlreiche Handlungsfelder
zuzuordnen, wie z. B. die Teamentwicklung, die Balint Gruppenarbeit, Projektbegleitung,
Konfliktmanagement, Coaching etc. Die Supervision des Moreno Institutes ist durch zwei
Hauptformen geprägt: Zum einen erhalten die StudentInnen durch die AusbildnerInnen direkte Supervision in Übungen und Untergruppen während der Fortbildungsseminare. Das Entwickeln didaktischer, diagnostischer und strategischer Fähigkeiten im Umgang mit KlientInnen und Gruppen ist ein wesentliches Ziel. Diese Art der Supervision ist mehr pädagogisch orientiert und beinhaltet ausführliche Prozeßanalysen, Falldarstellungen und Impulsreferate. Die StudentInnen erhalten Interventionsstrategien und konkrete Hilfestellungen z.B. im Umgang mit Konflikten, bei Fragestellungen des soziometrischen Arbeitens, bei der Arbeit mit Träumen, im Umgang mit Psychosen etc.
Die andere Form der Supervision thematisiert die auftauchenden, konkreten Fragestellungen im Rahmen der beruflichen Tätigkeitsfelder der StudentInnen mit eigenen Gruppen. Auch der persönlichen Einschätzung der eigenen Person und Rolle im eigenen Tätigkeitsfeld soll genügend Raum zur Reflexion gelassen werden. Die eigenen Arbeitsformen können z. B. durch psychodramatische Methoden in situ wiederholt, überprüft und gespiegelt werden. Ein gemeinsamer Prozess der Reflexion entsteht, indem eigene Verhaltens- und Denkmuster in Form konkreter Rollenspiele sichtbar verdeutlicht werden. Dies macht die zugrundeliegenden Voraussetzungen der Frage- und Problemstellungen der jeweiligen Situationen für die Beteiligten transparent und nachvollziehbar. Durch die in der Supervision angewandten Methoden
entsteht eine erhöhte Rollenflexibilität, wodurch die nötige
Voraussetzung für ein adäquates Reagieren innerhalb der supervidierten
Situationsfelder gegeben ist. Diese Art des Vorgehens baut sogenannte
Teleprozesse im Sinne Morenos auf. Teleprozesse fördern den Aufbau
einer realistischen Einschätzung anderer Rollen wie auch der eigenen
Rollen und Funktionen im jeweiligen Setting, erweitern die persönliche
Handlungskompetenz und wirken dem allgemein bekannten Phänomen der
Projektion entgegen. SupervisorInnen haben sehr aktive Rollen und Funktionen.
Gerade darum ist es wichtig, daß sie sich in dieser verantwortungsvollen
Rolle wohlfühlen können. Die StudentInnen erhalten zusätzliche
Supervision in Form von Psychodramasitzungen, in denen persönliche
Erfahrungen in Verbindung mit dem eigenen Selbstbild als LeiterIn thematisiert
werden. Die innere Erfahrung als LeiterIn, und die gleichzeitig auftauchenden
gruppendynamischen Prozesse werden dabei in ihrer Korrelation untersucht.
Die eigene Funktion als KatalysatorIn für Veränderungsprozesse
bei Einzelnen, in Gruppen, in Organisationen und Institutionen ist anspruchsvoll,
und es ist aus diesem Grunde besonders wichtig, daß diese aktive
Rolle bewußt reflektiert und intensiv geübt wird. Die psychodramatische Supervision unter Einbezug
soziometrischer Methoden unterscheidet sich von der Supervision von anderen
Formen von Therapien und Beratungen dadurch, daß diese Form der
Supervision in Aktion stattfindet. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf
dem Aufbau eines Unterstüzt wird dieser anspruchsvolle vielseitige
Lernprozeß durch die Vermittlung anwendungsorientierter Trainingsmethoden,
die die Handlungskompetenz der StudentInnen in den komlexen Situations-
und Aufgabenfeldern erhöhen. Die Trainingsveranstaltungen der Supervision sind intergrierter Bestandteil der Ausbildung zur Psychodrama LeiterIn, zum Psychodrama Leiter und schaffen zugleich in Verbindung mit der gesamten Ausbildung nach dem erfolgreichen Abschluß der Prüfung die nötige Voraussetzung für die eigene Tätigkeit als TrainingsleiterIn und SupervisorIn in diversen Berufsfeldern. Kurs-Inhalte Supervision Supervision
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Zielgruppe
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Persönlichkeitsentwicklung, Psychotherapie
und Gruppenpsychotherapie:
Selbsterfahrung und Coaching, individuelles und
gruppenorientiertes Arbeiten, psychologische Beratungen, Durchführen
von Abendgruppen und Trainingsseminaren.
| Bildlegende: | Cesar
Domela, Sculpture 1957 wing man coming out of a metro station, paris, early 1900 |